Donnerstag, 10. Oktober 2013

Reise 2013 HUA HIN

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Alle unsere Reisen ab 2003 sind auch unter www.rboeschenstein.com


Einleitung
Was berichtet man über einen Ort in dem man bereits zum 5. Mal überwintert?
Fast alles wurde in den vorangegangen Beiträgen gesagt - dennoch, ein paar Dinge gibt es doch zu erwähnen..

Da ich 2013 ausnahmsweise alleine und nur für zwei Monate reiste, haben sich auch die „Schwerpunkte“ etwas geändert. Im Hinblick der Vollständigkeit sehe ich in diesem Beitrag einen weiteren „Mosaikstein“ zum Gesamtbild.

Montag, 14. Oktober - 09.30 Uhr heisst es einchecken .
Bereits schon zum 5. mal geht es zum Überwintern nach Thailand/Hua Hin. Wieder einmal mit der FINNAIR.
Die Flugstrecke führt via Helsinki nach Bangkok. Für den mässigen Mehrpreis  von Fr. 1090.-- bietet FINNAIR diesen Business-Class Flug an. (ZRH - BKK direkt mit Thai-Airways/ Economy  Fr. 1483.--)
Zwar muss man 1x Umsteigen und  die Gesamtreisezeit dauert etwa 2 Std. länger, dafür ist während dem 10 Std.-Flug  Helsinki - Bangkok bequemes Sitzen und sogar waagrechtes Schlafen möglich.

Annehmlichkeiten die man im Alter von 75 Jahren zu schätzen weiss.
Stressfreies Reisen wird bei Senioren immer wichtiger. Keine komplizierte Check In - Automaten, keine Warteschlangen bei der Abfertigung und Gepäckskontrolle,
grosszügige Betreuung am Boden und in der Luft - all dies macht das Fliegen angenehmer.
Die Benutzung solcher Extras einfach als Snobismus zu taxieren, greift da zu kurz.

Von Zürich nach Helsinki war ein normaler Europa Kurzstreckenflug. Ruhig, ohne erwähnenswerte Vorkommnisse.
Mit einem kleinen Lunch in der nordisch-kühlen Finnair-Lounge verbrachte ich die Umsteigezeit.
(Betonung ICH - da ich dieses Jahr ausnahmsweise eine verkürzte Reise alleine antrete. Dafür aber noch verbunden mit einem Abstecher nach Kambodscha)

Dann - auf die Minute pünktlich startete 17.10 Uhr die moderne A 330-300 zum  
9 ½ stündigen Flug nach Bangkok. Und das bei schönstem Bilderbuchwetter.

Kaum richtig in der Luft servierte die Cabin Crew mit einem freundlichen Lächeln den Apero. 




So zwischen Moskau und Samara folgte das mehrgängige Dinner.
Nach dem Nachtisch - Käse mit einem Glas Portwein - sind wir doch über 1000 km über Grund unserem Ziel näher gekommen.
Man fliegt zwar wirklich nicht zum dinieren so weite Strecken - aber  SOOO zu reisen macht schon fast Spass.

Klimaveränderung
Während der etwa 3 stündigen Taxifahrt nach Hua Hin  (ca. 250 km/ Kosten  THB  2‘200.--    100.-- THB = €  2.32) kämpfte sich die Sonne durch die immer dichter werdenden Wolken. In Hua Hin angekommen reichte es gerade noch für ein erfrischendes Bad im Pool, doch schon während der Nacht setzte der Regen ein. Und heute, am 16. Oktober, ist es trübe, es regnet weiter.


Nun ist schon die erste Woche vorbei. Noch immer ist das Wetter instabil.  Nur ab und an wagt sich die Sonne zwischen den schweren, dunklen Gewitter-Wolken durch - ansonsten ist es trübe bis SEHR nass. Das Meer ist unruhig, doch Spaziergänge  am  weiten Strand sind möglich - soweit es die Regenpausen zu lassen.

Nun endlich - am 23. Oktober scheinen sich auch die letzten Ausläufer des heftigen Taifuns „Nari“ verzogen zu haben. Nun endlich zeigt sich das normale Hua Hin-Wetter, mit viel Sonnenschein und einer mässigen Seebriese. Nun endlich kann ich wieder ohne Regenschirm in die Stadt. Hoffen wir, dass es so bleibt.

Die Temperaturen bewegen sich hier direkt am Meeresstrand meist um 30° tagsüber, nachts dann so rund 25°

Die Nacht vom 7./8. November
So gegen 04.00 Uhr ging es los. Zuerst war es heftiger Regen - dann folgte ein orkanstarker Sturmwind. Der Regen flog nun geradezu waagerecht zwischen den Häusern. Trotz geschlossenen Fenstern drang das Regenwasser bis mitten in den Wohnraum.
3 - 4 Stunden dauerte dieser Spuk und was er hinterliess sah nicht gerade schön aus.




Es war ein Ausläufer des mächtigen Taifuns „Haiyan“ der mit bis zu 300 h/km über die Philippinen brauste und dort gemäss News über 5‘000 Menschen in den Tod riss und Millionen Philippinos obdachlos machte.
Daran gemessen sind die Schäden in Hua Hin - entwurzelte Bäume, heruntergerissene Stromleitungen verbunden mit 2 tägigem Strom-Ausfall, seit Tagen keinen Internetkontakt in unserem Resort Baan Sansaran -  geradezu klein.

24. November und es regnet - nein es schüttet - wieder einmal. Ausgerechnetan Christas Geburtstag (unter „Gesellschaftliches“)

Hua Hin Strand
Stärkere Winde oder gar Sturm treiben öfter mal allerlei Unrat an den langen Strand. Die Stadtverwaltung bemüht sich, in solchen Fällen schnell zu säubern. Auch Hotels und Appartements-Anlagen mit Strand-Anschluss sorgen in ihren Abschnitten schnell für Sauberkeit.

Quallen - Seit nun mehr 5 Jahren verbringen wir während des europäischen Winters einige Zeit in Hua Hin.  In den Reiseführern wird neben vielen Annehmlichkeiten in diesem Badeort auch manchmal auf das Vorkommen von Quallen hingewiesen. 
In all den Jahren in denen wir viele ausgedehnte Strandwanderungen unternahmen, stiessen wir  aber nur ab und an auf eine dieser grossen gallertartigen durchsichtigen Dinger.
Nun aber am  14. November sah ich zum ersten mal eine ganze Invasion dieser  Nesseltiere.
Nicht die üblicherweise Grossen - es waren kleine - ca. 15 cm grosse - bräunliche Medusen. Diese lagen aber zu hunderten am Strand und im Wasser.
Doch schon am nächsten Tag war der Spuk vorbei - das Meer wieder frei, am Sandstrand war nicht mehr zu sehen.
Also „ein kleiner Sturm im Wasserglas“ sozusagen.

Gesellschaftliches und Geniessertipps.
Da ich hier in Hua Hin meinen Aufenthalt nicht ganz freiwillig alleine verbringe, schätze ich eine gediegene Atmosphäre umso mehr. Im Laufe der vier letzten Hua Hin-Aufenthalte knüpften wir einige Bekanntschaften. Daraus ergeben sich nun auch ab und zu Treffen mit Stil unter Freunden und Bekannten.
Geburtstagsfeiern oder spontane Treffen.




Zu Beginn stand ich organisierten „Massentreffen“ eher skeptisch gegenüber - nun entwickelte sich aber der M.C.C. Event zu einem richtig erfreulichen monatlichen Treffen.
M.C.C. steht für Multi-Cultural-Community.

Jeden Monat am 28. Treffen sich Leute aus aller Welt. Ein buntes Gemisch aus Einheimischen, ansässigen Ausländern und Langzeit-Aufenthaltern. Der Veranstaltungsort HILTON gewährt eine gewisse Auslese.


Obschon dieser monatliche Anlass erst knapp über ein Jahr alt ist, hat er sich mit Erfolg - ähnlich wie ein Rotary oder Kiwanis - der Charity, der Hilfe und Wohltätigkeit verschrieben.
Die Organisatoren dieses Events wurden dafür sogar mit dem thailändischen „Human Rights Award“ geehrt.

Wie schön es sein kann, draussen auf der Terrasse im 17. Stock des Hilton Hotels.
Schon der Ausblick aus dem Aufzug auf den Hotelpool und Aussen-Restaurants ist nicht ohne. 


Die Weitsicht von der gepflegten „Lotus-Terrasse“ über Hua Hin ist in der Stadt einmalig.
Ob nur für einen Apero oder hier zu dinieren ist schon fast ein Privileg.





Mit einem ausgewählten Angebot feinster Gerichte und Getränke wird der Gast verwöhnt.
Bekannt ist zum Beispiel die herrlich zubereitete Peking-Ente in verschiedenen Varianten.

Wirklich, so lässt sich’s leben. 

Ein weiterer Höhepunkt der kulinarischen Genüsse  ist der sonntägliche Brunch  im Hyatt Hotel; im McFarland House direkt an der Beach. 
Seafood, Sushi, Fleisch warm und kalt - Rind, Schwein, Lamm,  div. Suppen, Käse- und Dessertbuffet. Einfach alles was die Lust begehrt, würde der Verstand nicht einmal stopp gebieten.

Untermalt wird das Ganze durch zwei Sänger, die wirklich gut sind.

Lizzy, eine alte Bekannte - in der Stadt und weiter herum bekannt als „crazy Lizzy“ -  organisiert viele Treffen mit Stil unter Freunden und Bekannten. So lernt man neue nette Menschen kennen und immer ist so ein Event ein Erfolg.
Lizzy...
....ihre Schuhe und als Entertainerin

So kommt es auch nicht von ungefähr,dass man sich den Genuss des "Sonntags-Brunch" -zusammen in netter Gesellschaft - mehr wie einmal gönnt.



Noch ein Tipp für Feinschmecker und Geniesser. Einmal mehr im Hotel Hyatt.
SATURDAY GRAND BUFFET DINNER
im fig Restaurant  ab  18.30 bis 22.30 Uhr.
Zur Auswahl stehen Sushi, franz. Austern, Seafood, Lobbster, geräuchter Lachs, Roast Beef
heisser Schinken, Foie Gras - einfach alles was das Gourmetherz erfreut,
Das Ganze begleitet mit dezenter Live-Musik.

Und alles zum Pauschalpreis von  THB  1'500.--
.
Da beim gewaltigen Sturm vom 8. November das hauseigene Internet für Tage ausfiel, musste ich mich nach einem „Internet-Ersatz“ umsehen.
Dabei fand ich eine kleine Bar direkt gegenüber dem Stadthotel City-Beach.

 „Le Bar Francais“,  ein Lokal ohne „Animierdamen“, dafür aber mit einer gepflegten
Wein- und Cocktail-Auswahl und einem ebenso ausgesuchten „Tapas“-Angebot.
Mit wöchentlich  wiederkehrenden Angeboten werden Gäste verwöhnt.

Ein Plätzchen wo man gemütlich sitzen kann - draussen oder klimatisiert drinnen.


Hier ergab sich auch ein Kontakt zu einer Thai-Familie. Eine nette Bekanntschaft, die mir einen etwas grösseren Einblick in das normale „Thaileben“ erschloss.


Für Golfer und Feinschmecker
Nur ca. 15 Autominuten von Hua Hin - Richtung Takiap/Floting Markets - liegt eingebettet in sanften Hügeln der BANYAN-Golfclub. Vom öffentlich zugänglichen Restaurant hat man eine wunderbare Aussicht - bei klarem Wetter bis in die Bergzüge von Burma/Myanmar.




Das Mittagsmenü ist von feinster Qualität und das zum Preise von sagenhaften THB  280.--. Taxifahrt 4 Pers. ca. THB  600.--. Wahrlich ein preiswertes Vergnügen.




Ausflüge
Den Aufenthalt 2013 nutzte ich haupsächlich für die längst gplante Reise nach ANGKOR, Siem Reap/Kambodscha. Dieses UNESCO Weltkulturerbe, die einstige Hochkultur der Khmer wolte ich unbedingt besichtigen. 
Darüber schrieb ich auch einen separaten Blog:

Kaum aus Kambodscha zurück, war eine weitere Fahrt in den Nordosten Thailands angesagt.
ISARN heisst das Gebiet. Es gehört eher zu den ärmeren Gegenden Thailands.
Meist leben die Einwohner dieser Region von der Landwirtschaft. Auf dem kargen Boden wird Zuckerrohr und Reis angebaut. Doch Dürren, Überflutungen, Versalzungen lassen die Ernten eher mager ausfallen.
Industrie wird erst langsam ausgebaut und touristisch gibt es, von ein paar Ausnahmen abgesehen, wenig Interessantes.





Es gibt nämlich auch in Thailand ein paar Baudenkmäler aus der  Khmer-Zeit. Sie liegen allerdings teils weit auseinander.
Nahe zur Grenze Kambodschas stehen diese kulturellen Zeitzeugen. 
Es sind aber zweifellos die ältesten historischen Wahrzeichen Thailands: Khmer-Tempel aus dem 12. Jh.
Einzelne Tempelbauten,  Prasat Muang Tam oder der wegen Grenzstreitigkeiten umstrittene Khao Phra Viharn. 
In der Präsenz sind diese Kultstätten jedoch dem kambodschanischen Angkor durchaus ebenbürdig. 


Eine der Schönsten steht in der weiten Ebene auf einem erloschenen Vulkanhügel -die  Tempel-Anlage Prasat Phanom Rung.



Aus rotem Sandstein wurde dieser Tempel zwischen dem 10. Und 13. Jh. zu Ehren den hinduistischen Gottes Shiva errichtet.

Über mehrere gewaltige Treppen, einem langen gepflasterten Weg, über eine von vielen neunköpfigen Nagraschlangen bewachte Brücke kommt man dem eigentlichen Tempelbau näher. Etwas ausser Atem steht man nun vor dem Eingangstor.



Die etwas mühevollen Strapazen sind jedoch schnell vergessen, sieht man die gut erhaltenen Steinmetzarbeiten.

Prasat Phanom Rung gehört sicher zu den schönsten Khmer-Tempeln Thailand






Rückflug
Nun - nach knapp zwei Monaten schöner Zeit in Hua Hin ist die Zeit der Heimkehr angebrochen. - zurück in die winterliche Schweiz.
Eine letzte Nacht noch im Airporthotel NOVOTEL am Flughafen Suvarnabhumi bevor die Reise am folgenden Tag 09.05 Uhr Richtung Europa geht. 


Der Flug mit FINNAIR war wiederum angenehm. Ruhig und wenig Turbulenzen. Dazu einen Service der durchaus im oberen Drittel liegt.


Es gibt nun aber „Blog-Schreiber“, die können sich über Nichtigkeiten, die teils sogar auf falschen Aussagen basieren, auslassen. So soll die Finnair schwarz beschriftet sein - falsch - die Beschriftung ist dunkelblau. Ein kurzer Blick auf das Board-Bulletin hätte genügt um das genau zu recherchieren.



Mag ja sein, dass die Cabin-Crew die 30 überschritten hat, dafür war der Service zuvorkommend. 
Wenn man aber selbst 70 Lenze hinter sich hat und auch nicht mehr so knackig wie mit 20 ist, sollte man(n) sich punkto Alter doch eher zurück halten.
Zudem - andere Business-Class Reisende als Angeber zu bezeichnen, aber aus Altersbequemlichkeit selber in dieser Klasse zu fliegen, ist doch ganz schön Doppelzüngig.

Fazit - die eigene Selbstdarstellung mit negativen Kommentaren und schlechter Recherche oder gar moralischer Überheblichkeit aufwerten zu wollen zeugt von einem miserablen Stil. Das ist Niveau von Klatsch und Tratsch - auf der Stufe „Journaille der grossen Buchstaben“.
Ich mag solche Schreiberlinge nicht.


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